Aktuelle Probenphase: "Musica serena"

„Die meisten Menschen haben heute keinen Glauben, keine Liebe und keine Ideale mehr. Die geistige Dimension geht verloren. Ich will der Seele Nahrung geben. Das predige ich in meinen Werken.“ (Pēteris Vasks)

Der bedeutendste lettische Komponist unserer Zeit, Pēteris Vasks, konnte im April seinen 70. Geburtstag feiern. Vor zwei Jahren spielte das JME bereits Vasks´ Epifania, das hervorragende Resonanz beim Publikum hervorgerufen hat. Als besondere Attraktion spielt das JME in diesem Jahr die Deutsche Erstaufführung des 2015 komponierten Werkes Musica serena für Streichorchester.

Zum 100. Todestag von Max Reger erklingt im traditionellen Benefizkonzert zugunsten der LAZARUS-Wohnsitzlosenhilfe e. V. dessen kurzes Lyrisches Andante für Streicher. Ebenfalls vor 100 Jahren fiel in der Schlacht an der Somme der Komponist George Butterworth im Alter von gerade einmal 31 Jahren. Aus diesem Anlass spielt das JME dessen 1913 komponierte wundervolle Orchesteridylle The Banks of Green Willow, die durch die Verwendung englischer Volkslieder geprägt ist. Peter Maxwell Davies war einer der bedeutendsten schottischen Komponisten unserer Zeit. Im März ist er gestorben.
Als Hommage spielen wir von ihm fünf kurze für Orchester arrangierte Voluntaries.

Die Darmstädter Komponistin Barbara Heller wird am 6. November 80 Jahre alt. Als kleinen Geburtstagsgruß spielt das JME erneut ihr berührendes Werk Lalai – Schlaflied zum Wachwerden?, das 1989 ursprünglich für Violine und Klavier entstanden ist. 2010 konnten wir die für das JME geschriebene Orchesterversion von Tina Ternes uraufführen. Die Melodie Lalai stammt ursprünglich von einer Gruppe Intellektueller, die 1955 unter dem Schah-Regime in Teheran hingerichtet worden sind. Es ist ein Widerstandslied und handelt von einer Mutter, die ihrem Kind ein Schlaflied singt und ihm erzählt, was mit dem Vater geschehen ist. Die Ausdruckskraft seiner schlichten Volksliedmelodie macht Lalai zu einem besinnlichen und vielseitigen Portrait über Menschlichkeit.

Als Hauptwerk spielt das JME schließlich Robert Schumanns 1845/46 entstandene Sinfonie Nr. 2 C-Dur, mit der er sich bewusst in die Tradition stellt. Das fanfarenartige Motto der Sinfonie ist eine Hommage an Haydns 104. Sinfonie, die das JME in diesem Sommer gespielt hat. Das Adagio, einer der innigsten Sätze der romantischen Sinfonieliteratur, zitiert als Hommage an Bach dessen Musikalisches Opfer. Im letzten Satz zitiert Schumann schließlich u. a. Beethovens Ode an die Freude. Schumann komponierte das Werk, das trotz der Zitate höchst eigenständig ist, nach langer schwerer Krankheit und meinte, man müsse der Sinfonie die „Schmerzensklänge aus dunkler Zeit“ anhören können.

Herzliche Einladung!
 

Wir freuen uns Sie und euch bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu können und hoffen weiter auf die Unterstützung unserer Arbeit, z. B. durch Spenden oder die Mitgliedschaft im Förderverein des Jugend-Musik-Ensembles, ohne dessen wichtiges Engagement wir unsere Arbeit einstellen müssten. DANKE!

 

Hinweise

Nächste Veranstaltung: 05. November 2016 17:00 Uhr - Dreikönigskirche

Neue Mitspieler für Violine, Viola & Kontrabass gesucht!

Interessierte MusikerInnen wenden sich bitte an Steffanie Wiebelt.
Unseren Probenplan kann man hier einsehen.

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